Rechtliche Grundlagen für den professionellen Kunstverkauf
MAXIM GANZHORN
Vom Atelier in die Welt – aber bitte mit Netz und doppeltem Boden.
Die Zeiten, in denen Künstler ausschließlich auf das Wohlwollen großer Galerien angewiesen waren, sind vorbei. Heute hast du es selbst in der Hand: Durch das Internet, Social Media und moderne Konzepte wie die Kunst-Miete kannst du deine Werke direkt an Sammler, Privatpersonen und Unternehmen vermarkten, ohne 50 % Provision abgeben zu müssen. Diese neue Freiheit ist das größte Geschenk für die Kunstwelt, doch sie bringt eine Verantwortung mit sich, die viele im kreativen Prozess gerne übersehen.
Das Ende der „Handschlag-Mentalität“
Im traditionellen Kunstbetrieb wurde vieles per Handschlag besiegelt. Man kannte sich, man vertraute sich. Doch sobald du deine Kunst online verkaufst oder Mietverträge mit Unternehmen abschließt, betrittst du rechtliches Neuland. Hier greifen Gesetze wie das Fernabsatzrecht, komplexe Widerrufsbelehrungen und spezifische Haftungsfragen bei der Vermietung.
Ohne klar formulierte Vertragsgrundlagen riskierst du nicht nur dein Geld, sondern auch deinen Traum. Ein einziger Formfehler in den AGB oder ein missverstandener Absatz im Mietvertrag kann rechtliche und leider oft teure Auseinandersetzungen nach sich ziehen.
Warum ich tue, was ich tue
In meiner engen Zusammenarbeit mit der Ikonenschmiede habe ich eines immer wieder beobachtet: Künstler und Künstlerinnen sind Visionäre, keine Paragrafenreiter. Ihr wollt erschaffen, inspirieren und verkaufen, nicht Stunden mit der Recherche von Gesetzestexten verbringen.
Auf Basis meiner juristischen Ausbildung habe ich mich darauf fokussiert, rechtliche Zusammenhänge im Kunstverkauf verständlich aufzubereiten. Ich habe unzählige Gespräche mit Teilnehmern der Ikonenschmiede geführt und dabei die echten, brennenden Fragen gesammelt:
„Was muss in meinen AGB stehen, damit ich keine Abmahnung bekomme?“
„Wie sichere ich mich ab, wenn ich meine Kunst vermiete und ein Werk beschädigt wird?“
„Welche Rechte gebe ich beim Verkauf eigentlich wirklich ab?“
Ein Rechtspaket für typische Verkaufssituationen im Kunstmarkt
Aus diesen Praxisfällen habe ich ein System entwickelt, das dich als Künstler unterstützt. Ich biete dir kein trockenes Juristendeutsch, sondern praxisnahe Vertragstexte und rechtliche Leitplanken, die speziell auf die Bedürfnisse von selbstvermarktenden Künstlern zugeschnitten sind.
Mein Ziel ist es, dass du als professionelle Marke im Kunstmarkt ernst genommen wirst. Mit professionellen Verträgen signalisierst du deinen Kunden Seriosität und bewahrt gleichzeitig dein wertvollstes Gut: deine Kunst und deine Zeit.
Lass uns mehr Klarheit in rechtliche Fragen bringen, damit du dich wieder auf das konzentrieren kannst, was wirklich zählt – deine Kreativität.
Ausbildung
2019: 1. juristisches Staatsexamen - Universität Regensburg
2021: Partner “Ikonenschmiede.de”